Mitteilung vom 24. Juni 2019:

Scheidender KMM-Institutsleiter Reinhard Flender blickt auf seine Amtszeit zurück

Zum Ende des Sommersemesters 2019 endet die Amtszeit von Prof. Dr. Reinhard Flender (Foto: Monika Lawrenz) als Leiter des Instituts KMM. Wir haben ihn gebeten ein kleines Resümee zu seinen vier Jahren als Institutsleiter zu schreiben:

 

Vor genau vier Jahren fragte Friedrich Loock mich, ob ich die Leitung des Instituts KMM übernehmen wolle. Nach 32 Jahren Hochschullehre wusste ich, was zu tun war und startete im WS 15/16. 

Es folgten wichtige Innovationen auf institutioneller und personeller Ebene: Die Gründung eines eigenen Dekanats erschien mir zwingend notwendig. Kulturmanagement war seit den Anfängen eine Fachgruppe innerhalb des Dekanats III. Mit der Übernahme des Fernstudiums in 2008 stieg die Anzahl der Studierenden von 40 auf 500. Mein Vorschlag wurde vom Präsidium angenommen. Der Senat stimmte der Änderung der Grundordnung der Hochschule zu und der Präsident schlug mich als neuen Dekan vor. Damit fiel mir die Aufgabe zu, einen Institutsrat zu gründen. Der Institutsrat setzt sich zusammen aus den Leitern der sechs Fachgruppen: Wirtschaft; Stiftungen; Leadership, Kultur, Recht und Medien, den Jahrgangssprechern der Studierenden sowie einem Vertreter der wissenschaftlichen Mitarbeiter, der Verwaltung, und die Gleichstellungsbeauftragte. In seiner 1. Sitzung am 14.7.2016 wurde ich für drei Jahre bestätigt. Die monatlich von unserem neuen Studienkoordinator Christian Schumann protokollierten Sitzungen zeugen von lebhaften Diskussionen über alle Fragen des Instituts. 

Als Dekan nahm ich an den wöchentlichen Präsidiumssitzungen teil und der Informationsfluss zwischen Institut und Hochschule wurde optimiert. Personelle Engpässe bei KMM konnten nun von der Hochschulleitung nachvollzogen werden und führten zu einer substantiellen Verbesserung in der personellen sowie finanziellen Ausstattung des Instituts. Zunächst konnten neue Stellen in der Verwaltung eingeworben und besetzt werden. Das Lehrerkollegium, das ich vorfand, stammte zum großen Teil aus der „Rauhe-Ära“. Aus Altersgründen schieden Prof. dres. Manfred Lahnstein, Prof. Dr. Jürgen Richter und Rainer Aust aus. Ich führte sofort die Berufungsverfahren von fünf neuen Kolleg*innen durch: Prof. Dr. Andreas Hoffmann, Prof. Dr. Martin Zierold, Prof. Dr. Lars Schmeink, Prof. Dr. Tobias Wollermann sowie Prof. Iris Siegfried. Als neue Dozent*innen konnte ich Tina Heine (Festivalmanagement); Bernd Fesel (Kreativindustrie); Frau Dr. Regina Back (Stiftung) und Manuel Hartung (Medien) gewinnen. 

Im 30. Jubiläumsjahr von KMM gelang es mir eine Stiftungsprofessur für Innovation und Digitalisierung bei der von Andreas Köster geführten Adalbert Zajadacz-Stiftung einzuwerben. Diese wurde mit Martin Zierold besetzt. Damit kam ein Stein ins Rollen, der nicht mehr zu bremsen war. Zierold wurde im Sommer vom Präsidium entfristet und verbeamtet und zog mit seiner Familie nach Hamburg. Im Herbst schlug der Präsident Zierold zu meinem Nachfolger vor und wurde vom Institutsrat bestätigt. In diese Zeit des erfolgreichen Changemanagements fiel im WS 2017/18 außerdem die große Jubiläumsfeier von KMM. Gefeiert wurde mit einem Galaabend im Forum der Hochschule und es tagte erstmalig die Jahrestagung des Fachverbandes Kulturmanagement in Hamburg. 

Unterdessen ist Friedrich Loock wieder am Institut, ich habe meinen Vertrag als Professor für Kulturwissenschaft um drei Jahre verlängert und so kann sich das Institut KMM mit 2 ½ fest angestellten Professoren den Herausforderungen der nächsten Jahre stellen. 

Vier Jahre lang das legendäre Instituts KMM geleitet zu haben war eine Bereicherung in meinem Leben und ich hoffe, dass die von mir eingeleiteten Changeprozesse nachhaltig sein werden.

Alle Mitteilungen